Eis, Feuer und ein Schiff, das sich Zeit lässt Eine Arktis-Kreuzfahrt ab Island – jenseits der klassischen Routen


Es beginnt mit einem Geräusch, das man nicht erwartet: das Knirschen von Eis unter dem Rumpf. Nicht das schrille Splittern von Touristenbooten in Venedig, sondern ein langsames, tiefes Ächzen, als würde das Schiff selbst atmen. Das passiert, wenn man mit einer Arktis-Kreuzfahrt ab Island unterwegs ist – nicht auf der klassischen Route nach Spitzbergen oder Grönland, sondern auf einer, die sich Zeit nimmt für das, was dazwischen liegt: die Fjorde, die Inseln, die Stille.

Die meisten Arktis-Kreuzfahrten starten in Reykjavík, doch die interessanteren Routen legen in Akureyri ab, Islands „Hauptstadt des Nordens“. Von dort aus geht es nicht sofort in die Hocharktis, sondern erst nach Osten, in den Ostfjord, wo die Berge steil aus dem Meer ragen wie die Zähne eines schlafenden Tieres. Ein Schiff, das diese Strecke bedient, ist die MS Fram von Hurtigruten – ein Expeditionsdampfer mit stabilen Planken und großen Fenstern, die den Blick auf Gletscher freigeben.


Was man sieht, wenn man nicht zu schnell fährt

Die Route der Fram führt vorbei an Seyðisfjörður, einem Ort, der aussieht, als hätte jemand ein Stück Norwegen aus der Karte geschnitten und in Island eingeklebt. Die Häuser sind pastellfarben, die Berge dahinter schneebedeckt, und im Hafen liegen Fischerboote neben Yachten. Hier steigt man nicht aus, um Selfies zu machen, sondern um in einem Café einen Kaffee mit geräuchertem Lamm zu trinken – eine Spezialität der Region.

Weiter geht es nach Hornstrandir, einem der einsamsten Naturschutzgebiete Europas. Es gibt keine Straßen, keine Hotels, nur Wanderwege und Papageientaucher, die in den Klippen nisten. Eine Kreuzfahrt, die hier anlegt, tut das nicht mit einem großen Schiff, sondern mit einem Beiboot – und selbst dann muss man Glück haben, dass das Wetter mitspielt. Die Einheimischen nennen es „das Ende der Welt“, und das stimmt irgendwie.


Das Schiff als Zeitmaschine

Auf einer Arktis-Kreuzfahrt geht es nicht nur um Eisberge und Eisbären (die man ohnehin selten sieht). Es geht um die Geschwindigkeit, mit der man unterwegs ist. Ein modernes Kreuzfahrtschiff fährt mit 20 Knoten, die Fram schafft 12. Das bedeutet: Man hat Zeit. Zeit, um in der Bar mit einem norwegischen Kapitän zu reden, der seit 30 Jahren in der Arktis unterwegs ist. Zeit, um in der Bibliothek ein Buch über die Geschichte der Walfangstation in Húsavík zu lesen. Zeit, um einfach nur aus dem Fenster zu schauen und zu warten, bis ein Eisberg vorbeidriftet – nicht als Postkartenmotiv, sondern als stummer Zeuge einer Landschaft, die sich seit Jahrtausenden nicht verändert hat.


Was man isst, wenn man nicht in Eile ist

Auf den meisten Kreuzfahrten wird Buffet serviert – Salatbar, Suppen, Desserts in Plastikschalen. Nicht so auf der Fram. Hier gibt es frischen Kabeljau, gefangen noch am selben Morgen, oder Lamm aus den Westfjorden, das in Molke eingelegt und dann geräuchert wird. Ein Gericht, das viele Gäste ablehnen, ist Hákarl, fermentierter Hai. Es schmeckt wie ein Fisch, der zu lange in der Sonne gelegen hat – aber genau das ist der Punkt. Es ist kein Essen für Touristen. Es ist Essen für Menschen, die bereit sind, sich auf etwas einzulassen, das nicht in jeder Speisekarte steht.


Das eine Detail, das niemand erwähnt

Die meisten Kreuzfahrt-Beschreibungen reden von „unberührter Natur“ oder „atemberaubenden Landschaften“. Aber das Einzige, was wirklich bleibt, ist das Geräusch. Das Knirschen des Eises. Das Knacken der Holzplanken unter den Füßen. Das leise Surren der Maschine, wenn das Schiff für eine Stunde einfach treibt. Es ist kein spektakuläres Geräusch – aber es ist eines, das man mitnimmt.


Praktisches

  • Beste Reisezeit: Mai bis September. Im Juli und August sind die Gletscher am besten sichtbar, aber auch die meisten Touristen.
  • Anbieter: Hurtigruten („MS Fram“) oder Lindblad Expeditions („National Geographic Endurance“) für Luxusrouten.
  • Geheimtipp: Die Route über Hornstrandir – aber nur, wenn du bereit bist, auf Bequemlichkeit zu verzichten.
  • Packliste: Warme Kleidung, eine gute Kamera (kein Handy), ein Buch über Arktis-Geschichte.

Quellen


Dieser Beitrag wurde KI-gestützt geschrieben und von lxndrJ kuratiert, geprüft und veröffentlicht.

Haftungsausschluss: Wir übernehmen keine Haftung für den Inhalt externer Links. Alle Links führen zu Seiten Dritter; deren Verfügbarkeit und Richtigkeit können sich ohne Vorankündigung ändern.