Der *Klang der Hupe* des letzten *Trolleybusses* in Wellington, der um 23:12 Uhr die letzte Runde fährt
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Der letzte Ton der 387
Die Hupe ertönt wie ein Abschied, der durch die leeren Straßen hallt. Es ist 23:12 Uhr, der 31. Oktober 2017, und der Trolleybus Nr. 387 verlässt den Seatoun-Tunnel – zum letzten Mal. Sein tiefer, resonanter Klang, der sonst durch die Hügel Wellingtons widerhallt, verflüchtigt sich in der Nacht. Die 550 Volt Gleichstrom lassen die Motoren noch einmal surren, ein Brummen, das seit 1924 durch die Stadt zieht.
Die DesignLine-Busse, 57 an der Zahl, waren die letzten ihrer Art hier. Dreiachsig, niederflurig, mit Batterie-Hilfsantrieb für die kurzen Abschnitte ohne Oberleitung. Doch an diesem Abend zählt nur noch die Strecke: von der Wellington Railway Station nach Island Bay, vorbei am Karori Tunnel, durch die Hataitai-Schleife – die einzige Endstation Neuseelands, an der die Trolleybusse rückwärts wendeten. Ein technisches Kuriosum, das nun der Vergangenheit angehört.
Die Oberleitungen werden abgebaut, die Infrastruktur verschwindet. Die meisten der Busse stehen noch immer ungenutzt im Depot Kilbirnie, als stumme Zeugen einer Ära, die mit einem letzten Surren endete. Kein Fortschritt, keine Moderne – nur das Ende eines Klangs, der Wellington jahrzehntelang geprägt hat.
Ehrlich gesagt bin ich skeptisch, ob die Stadt ohne dieses Brummen noch dieselbe ist.
Quellen
- Wikipedia: „Trolleybuses in Wellington“
- Urban Transport Magazine: „55 modern trolleybuses out of service“
- Engineering New Zealand: „Wellington Trolley Buses“
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